Hochzeitsreportagen

Wie Facebook Menschen vereint.

Victoria & Patrick

Den „Tag der Deutschen Einheit“ am 3. Oktober 2014 werden Victoria und Patrick so schnell nicht vergessen. „Wir saßen an unseren PCs,“ erinnert sich das Paar heute. Patrick erhielt von Facebook einen Freundschaftsvorschlag. So nach dem Motto "Personen, die du vielleicht kennst“, lag dem damals 24-jährigen jungen Mann der Vorschlag einer 22-jährigen jungen Frau auf dem Rechner. „Ich fand diese Anfrage interessant. So ließ mich der Gedanke nicht los, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Ich drückte auf „Bestätigen“. Auf der anderen Seite saß Victoria am Rechner. „Ich wollte ihn als Freund ablehnen,“ so ihre ersten Gedanken damals. Doch sie hat es nicht getan...

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„Irgendwann im Tagesverlauf habe ich einfach auf „Bestätigen“ gedrückt - und ich weiß nicht einmal warum,“ erinnert sie sich. Patrick wartete auf die Antwort. „Das ist manchmal so, wenn Sekunden zu Stunden werden!“ Endlich wurde die Freundschaft auf Gegenseitigkeit von beiden Seiten bestätigt und auf der digitalen Ebene entstand ein reger Gedankenaustausch. „Das war unheimlich, doch die Antworten inspirierten mich, mit Victoria weiter in Kontakt zu bleiben.“ Bei Victoria entwickelte sich diese Leidenschaft ebenso. „Wir haben unsere Handynummern ausgetauscht, haben weiter SMS geschrieben und diese Facekook-Bekanntschaft ging mir nicht mehr aus dem Kopf,“ so Patrick. Victoria: „Wir haben danach viel miteinander telefoniert. Das war schon für mich untypisch, weil ich nicht gerne telefoniere. Da habe ich gespürt, dass diese Beziehung etwas Besonderes sein muss.“

Das erste persönliche Treffen fand am Steiner See statt. Patrick brachte den Hund seiner Bekannten mit: „Ich war richtig nervös, der Hund sollte die Brücke zu uns sein.“ Sie kam alleine. Bei dieser ersten Begegnung war es so, als ob sich zwei Altbekannte wiedersehen. Victoria: „Ich fand ihn sympathisch, wir hatten die selben Interessen und alles war so vertraut.“

Nach einem langen Spaziergang und intensiven Gesprächen entdeckte Patrick bei sich die berühmten „Schmetterlinge im Bauch“: „Sie ist ja nicht nur schön, sondern sie war mir sofort sympathisch: Es war herrlich, ein unvergesslich schöner Tag und es schien so, als ob ich mit Victoria die Frau meines Lebens gefunden haben sollte. Wir trafen uns mehrfach. Nach unserem vierten Treffen stand für uns fest: „Wir wollen Freunde sein!“ So beschlossen sie ihn diesem Abend ihre Freundschaft auch ihren Freunden und Familien mitzuteilen.

Ein weiterer Abschnitt der Zweisamkeit begann in Paris. Sie gilt als die Stadt der Liebe und als die Stadt des Lichts. Diesem Mythos erlagen auch Patrick und Victoria, als sie am 12. Juli 2016 zur Städtereise nach Paris aufbrachen. Nichtsahnend, dass dieser Ort auch eine besondere Bedeutung im Liebesglück des Paares haben würde, entdeckten und erlebten sie die wunderschöne Stadt an der Seine und im Schatten des Eiffelturms, der allerdings an diesem 14. Juli geschlossen war. An diesem Tag wurde der französische Nationalfeiertag gefeiert. Sie hatten schon so viel gesehen und erlebt in Paris, als sie am Nachmittag unter dem Triumphbogen auf der Champs Élysées, dem romantischen Wahrzeichen dieser Stadt, eine Pause einlegten.

Victoria hatte sich schon Sorgen gemacht. Patrick wirkte so seltsam verschlossen. Und dann auch noch dieser Kniefall vor ihren Füßen. Patrick blickte in sorgen- und dann doch leuchtend strahlende Augen seiner Geliebten. Sein Herz raste, denn ihm war bewusst, dass die Frage, die er aus heiterem Himmel stellen wollte, die gemeinsame Zukunft besiegeln würde - oder auch nicht. Mit dem Verlobungsring in der Hand stellte er der ahnungslosen Angebeteten die Frage: „Willst Du mich heiraten?“ Dem Heiratsantrag ließ Victoria ein deutliches „Ja!“ folgen. Die Verlobung war perfekt. Was für ein Triumph. Denn beide hatten triumphiert. Und das unter dem Triumphbogen von Paris. Sie verließen diesen Ort und feierten in „ihrem“ Hotel ihren ganz persönlichen Feiertag: ihre Verlobung. In den zwei Jahren bis zur Hochzeit festigten sie ihren Entschluss, die Zukunft mit einem Ehevertrag zu besiegeln. 

Mit einem Junggesellenabschied bereiteten sie am 11. Mai 2018 ihre Hochzeitswoche vor: Victoria fuhr mit ihren Freundinnen nach Hamburg, Patrick und seine Freunde spielten Paintball und besuchten die Warsteiner Brauerei.

Den 18. Mai 2018 - am Freitag vor Pfingsten - hatte sich das Paar als ihren Hochzeitstag gewählt und das aus gutem Grund: „18-5-18“ läßt sich gut einprägen. Am Morgen starteten sie mit der standesamtlichen Hochzeit im Lotharinger Kloster. Dieses Haus im Herzen von Münster zählt zu Deutschlands schönsten Standesämtern. Nach der standesamtlichen Trauung gab es vor dem Kloster die ersten Glückwünsche - dann ging es schnell nach Hause, denn dort wartete die Garderobe für die folgende kirchliche Trauung: Für ein einzigartiges Brautkleid hatte sich Victoria entschieden, der Bräutigam trug einen dunkelblauen Anzug mit gleichfarbiger Weste und dunkelblauer Krawatte auf weißem Oberhemd. Auch für die kirchliche Trauung am Nachmittag hatte das Paar alles genau ausgewählt und vorbereitet. „Die Clemenskirche hatte mir meine Mutter vorgestellt. Ich hatte dieses Haus inmitten der Altstadt bislang nicht betreten. Ich war beeindruckt,“ so Patrick. Die Clemenskirche gilt als der bedeutendste barocke Kirchenbau in Norddeutschland. Im Inneren faszinieren Stilelemente des Rokoko. Die Familien und die Freunde, unter ihnen auch Freunde aus Amerika, hatten inzwischen Platz genommen. „Ich stand am Eingang, als mir beim Begrüßen der Gäste ein Knopf an der Anzugsjacke abriss. Eine gute Freundin von mir organisierte Nadel und Faden und der Anzug war rechtzeitig wieder komplett.“ Der Wunsch des Paares war es, dass Pfarrer Mike Netzler von der Pfarrgemeinde St. Clemens in Hiltrup die kirchliche Trauung vollzog. So kam es auch. Die beiden Eheringe lagen auf einem Kissen, eingraviert mit den Vornamen des Paares und dem Datum: 18-05-18. Zur Begrüßung und zur Eröffnung des Gottesdienstes wurde das Lied „Turning Page“ von „Sleeping At Last auf einem Klavier gespielt. So herrschte gleich zu Beginn der kirchlichen Trauung eine himmlische Atmosphäre. Als dann noch Pfarrer Netzler loslegte, liefen bei einigen Gästen die ersten Tränen. Denn seine Gedanken und seine Predigt zogen sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst: von den ersten Facebook-Kontakten und biblischen Texten bis zu den heutigen Lebenssituationen. Sein Trauspruch „Vor allem haltet fest an der Liebe zueinander“ (erster Petrusbrief) war das Fundament seines Beitrags. Er bezeichnete die Hochzeit als Fest der Liebe und der Beziehung. Scherzhaft fügte er hinzu, den heutigen Tag nicht als den schönsten des Lebens zu bezeichnen, denn dann müsste es ab jetzt „bergab“ gehen, obwohl doch noch viele Höhepunkte auf das Paar warten mögen. Vor dem „Ja“ von Patrick und Victoria gab es den Trauspruch, mit dem das Paar bedingungslose Treue verspricht:  „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der Herr tue mir dies und das, der Tod muss mich und dich scheiden“ (Trauspruch aus dem Buche Ruth). Die Zustimmung von Patrick und Victoria war in der  Clemenskirche deutlich zu hören. Beim Auszug aus der Kirche erklang das Lied „All of me“ von John Legend und sorgte für einen besonders schönen kirchlichen Abschluss.

Nach der Trauung nahm sich das Paar Zeit für individuelle Fotos. So fand ein Fotoshooting auf dem Prinzipalmarkt mit dieser traumhaften Kulisse statt. Der Hochzeitsfotograf Kai Pohlkamp (Münster) begleitete uns während des Gottesdienstes und danach: Er sorgte dafür, dass wir mit seinem Film und den Bildern viele schöne Momente, Filmszenen und Bilder als Erinnerung an diesen wunderschönen Hochzeitstag erhielten.

„Im Parkhotel Wienburg setzten Victoria und Patrick mit ihren Gästen die Hochzeitsfeier fort. Der schöne Maiabend mit dem tollen Wetter, die großartige Atmosphäre und die vielen Möglichkeiten für großartige Brautpaarfotos, bleiben dem Paar und den Gästen nachhaltig in bester Erinnerung. Perfekt wurde dieser Abend mit dem Hochzeitstanz und das dazu ausgewählte Lied „Perfect von Ed Sheeran“: „Ich habe eine Liebe für mich gefunden Oh Schatz, tauche einfach ein und folge mir. Nun, ich habe ein Mädchen gefunden, wunderschön und süß. Oh, ich wusste nie, dass du diejenige warst, die auf mich wartet.“

Es war ein wunderschöner Hochzeitstag, der viel zu schnell verging,“ erinnert sich das Paar. Victoria gibt Tipps für die vielen noch folgenden Hochzeitsfeierlichkeiten anderer Paare: „Wichtig ist es, auch die Zeit vor dem Hochzeitstag ohne Stress auszukommen, nicht daran zu denken, ob denn alles wohl so verläuft wie geplant. Es ist doch alles vorbereitet. Und es kommt wie es kommt. Der Tag vergeht viel zu schnell. Wichtig ist es auch, einen guten und erfahrenen Hochzeitsfotografen an der Seite zu haben, der diesen ersten so wichtigen Tag in der Ehe in Film und Bildern festhält. Das ist uns gelungen. Danke, Kai!“ Für künftige Paare rät Victoria: „ Freut euch auf diesen Hochzeitstag, genießt ihn in vollen Zügen und alles geht gut.“                    

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Hochzeitsreportagen

Sommerparty hoch zwei

Kathi & Thomas

Gut sieben Jahre waren Kathi und Thomas ein Paar, als Thomas in einer stressigen Phase vorschlug, doch einfach mal einen Tag frei zu nehmen. Kathi war sofort einverstanden, packte am verabredeten Tag ein paar Sachen für die Sauna zusammen – und fand sich nach wenigen Stunden auf Spiekeroog wieder. Am Strand machte der gelernte Bankkaufmann, der mittlerweile im Sponsoring für Preußen Münster aktiv ist, seiner völlig ahnungslosen Liebsten einen Antrag – den sie ohne zu zögern annahm...

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Von Amts wegen verheiratet–im sommerlichen Kapstadt!

Die standesamtliche Hochzeit wollten die zwei nur für sich begehen, ohne große Feier. Ziel war der Lieblings-Sehnsuchtsort der Beiden: Kapstadt. Mit Eltern, Schwester und Trauzeugen brachen die zwei im Februar zum Kurzurlaub am Kap auf. Am 26.2.2017 gaben sich Kathi und Thomas im südafrikanischen Spätsommer bei Traumwetter in den Winelands rund um Kapstadt das Ja-Wort. Die kleine Feier werden beide nie vergessen – und sie würden alles nochmal ganz
genauso machen! Eine südafrikanische Weddingplannerin hatte sich im Auftrag des Paares um das ganze „Drumherum“ gekümmert, ausgenommen natürlich Brautmode und Ringe, die das Paar in der Münsteraner Goldschmiede Reifig anfertigen ließ. Die Trauung fand filmreif vor der Kulisse des Tafelbergs im Freien statt – übrigens auf Deutsch: Denn der Standesbeamte war ein Deutscher, der vor 20 Jahren nach Südafrika emigriert war. Lediglich zur Unterschrift mussten Braut und Bräutigam ins Haus: „Die besiegelt in Südafrika nämlich nur dann Ehen, wenn sie ‚unter einem Haus mit Dach und Hausnummer‘ geleistet wurde“, schmunzelt Kathi. Anschließend bat das Paar zur „Cocktail Hour“. Eine Jazz-Band begleitete schon die Trauung und spielte während des anschließenden Empfangs Musik, die alle zum Tanzen einlud. Nach der kleinen Feier ging die Hochzeitsgesellschaft dann über zum sechsgängigen südafrikanischen Hochzeitsmenü mit passenden Weinen und feierte anschließend im Freien bis spät in die Nacht.


Sommerparty im Münsterland

Im Sommer fand dann die kirchliche Hochzeit statt, am Tag vor Fronleichnam. Und dieses Fest mit Freunden und Verwandten wollte das Brautpaar ganz anders begehen. „Wir wollten eine lockere Feier im Sommer, am liebsten eine Sommerparty wie bei Freunden im Garten, aber eben auch schick und mit Pool. Da fiel uns die Entscheidung für’s Beverland nicht schwer“, erinnert sich Kathi. Die Nacht vor der kirchlichen Trauung verbrachte das Paar bereits im Beverland Resort und startete denn auch mit einem ordentlichen Frühstück ganz entspannt in den Hochzeitsmorgen. „Um 10 Uhr kamen meine Mädels. Meine Trauzeugin und beste Freundin ist Friseurin und hat sich Top um Haare und Make-up gekümmert“, erinnert sich Kathi. „Als der Fotograf kam, waren auch die Mädels schon fast alle fertig. Wir sind eben ein echt gut eingespieltes Team.
Während wir dann noch ein Sektchen getrunken haben, hat Fotograf Kai Pohlkamp die Männer beim ‚Getting Ready‘ fotografiert.“ Vor der Trauung fand auch das Hochzeits-Shooting inkl. „First Look“ statt: „Das hat uns ein bisschen unsere Nervosität genommen“, erinnert sich Thomas. „Kai Pohlkamp hat das super gemacht“, ergänzt Kathi. „Er hat Thomas mit dem Rücken zu mir postiert und dann genau den Moment eingefangen, an dem er sich umgedreht und mich zum ersten Mal im Brautkleid gesehen hat.“

„Trash the dress“ - schon vor der Trauung!

Kulisse des Brautshootings war auch die Pool-Insel im Beverland Resort. Dabei geriet Kathis Schleier unbemerkt ins Wasser. „Als Kai mir das sagte, bin ich sofort ein paar Schritte vom Wasser zurückgewichen – und habe dabei den nassen Schleier offenbar über den Sand gezogen: Er war schwarz!“ Während die Braut das „Fait Accompli“ relativ gelassen als „nicht mehr zu ändern“ hinnahm, schnappten sich „ihre Mädels“ das gute Stück, wuschen es im Teamwork und föhnten es trocken, denn die Zeit bis zur Trauung wurde jetzt mehr als knapp. Schließlich chauffierte der Fotograf die Braut zur Dyckburg-Kirche, während der Bräutigam mit der Hochzeitsgesellschaft, die mehrheitlich ebenfalls im Beverland
Quartier für die Nacht bezogen hatte, im offenen, roten Doppeldecker-Bus aufbrach. Der Diakon, der das Paar traute, war ein Nachbar des Bräutigams und gestaltete die Zeremonie sehr persönlich. Zurück ging es wieder gemeinsam mit dem Doppeldecker-Bus.

Sekt auf der Pool-Insel

Den Auftakt zur „Sommer-Party“ mit pfirsichfarbenem Farbkonzept fand auf der Pool-Insel statt, mit Sekt und Luftballons, an denen die Gäste gute Wünsche für das Paar befestigten. Anschließend ging es
zum Hochzeitsessen in den „Freiraum“ des Beverlands. „Den hatte das Team vom Beverland, das uns mit vielen tollen Ideen und ganz viel Engagement unterstützt hat, mit Blumen, Leuchtern, Tischläufern und vielem mehr genau so dekoriert, wie wir uns das gewünscht haben“, erzählt Thomas. Kleine Reden und ein Spiel sorgten zwischen den Gängen für Unterhaltung. Ein kleines Highlight war ein Video vom Junggesellinnenabschied der Braut: „Wir hatten im Auto, mit dem wir damals unterwegs waren, verschiedene Music Video Clips gedreht und ein Bekannter hat das professionell geschnitten. Das hat nicht nur uns auf dem Junggesellinnenabschied einen Riesen-Spaß gemacht, sondern auch den Hochzeitsgästen“, freut sich Kathi. Nach dem Hochzeitsessen lockte ein Eiswagen die Festgesellschaft zum Dessert auf die Pool-Insel. „Wir hatten unheimlich Glück mit dem Wetter. Es war eine wunderschöne
Sommernacht und alle haben das gerne angenommen“, so Thomas.
Den Auftakt für eine rauschende Party-Nacht machte das Brautpaar mit dem Hochzeitstanz, einem langsamem Walzer zu Christina Perris „A thousand years“ aus der „Twilight Saga“, auf den das Paar
sich mit professioneller Unterstützung in der Tanzschule Driese vorbereitet hat. Bis in den frühen Morgen feierte die ganze Gesellschaft ausgelassen und ausgesprochen feucht-fröhlich: Im Licht der ersten Sonnenstrahlen beschlossen die Männer, in den Pool zu springen. Das Brautpaar verbrachte den kleinen Rest
der Nacht in der Hochzeitssuite und verabschiedete Familie und Freunde nach einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen.


Jakobsweg mit „Vasco"

Zwei Tage später starteten Kathi und Thomas in die Flitterwochen. Zwei Wochen lang wollten sie den Jakobsweg laufen, „das aussichtsreiche Anfängerstück von Porto nach Santiago de Compostela“, wie Kathi erläutert. Drei Tage liefen sie den Weg auch tapfer mit dickem Rucksack und schwindender Begeisterung. „Wir
wären aber auf jeden Fall den ganzen Weg gelaufen, wären wir nicht unterwegs auf Vasco gestoßen“. So hieß ein junger Portugiese, der in seiner Werkstatt gerade eine alte Vespa reparierte. Thomas kaufte ihm den schönen Roller kurzerhand ab. Das Paar pfiff auf seine Rückflugtickets, ließ Jakobsweg Jakobsweg sein und machte sich per Vespa auf den Rückweg von Porto nach Münster. „In Santiago haben wir die großen, schweren Rucksäcke gegen einen kleinen
Daypack getauscht, in dem wir das Allernötigste für die nächsten 10 Tage verstaut haben. Und dann sind wir über Nordspanien, die Pyrenäen, Frankreich und Belgien zurück nach Deutschland, vorbei an Geisterdörfern, Weinbergen, malerischen kleinen Städten und Orten, die wir sonst nie zu sehen bekommen hätten. Abends haben wir uns immer überlegt, was wir gerne noch sehen würden und die Route danach ausgerichtet. Und Zeit für kleine Entdeckungen und
Erkundungen hatten wir zur Genüge“, schwärmen die zwei noch heute von ihrer „Reise ins Glück“. Die rote Vespa, die – wir ihr Vorbesitzer – auf den Namen „Vasco“ hört, fahren die beiden immer
noch ab und zu.

 

 

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